Schritt für Schritt zum Trauring

Trauringgespräche gehören für mich zu den schönsten Kundengespächen. Neben der Beratung lernt man das Paar ein wenig kennen, wenn es um die Frage Weißgold oder lieber Gelbgold geht oder auch die Breite des Rings.
Hier gehen Meinungen auseinander, man lernt das Konfliktpotenzial des Paares kennen, sieht, wie Entscheidungen getroffen werden.
Schließlich geht es nicht nur um einen Ring. Es geht um den Ring. Um den Ring, der ein Paar sein Leben lang miteinander verbindet. Um den Ring, der zu der jeweiligen Person passt, der aber auch zu dem Paar passt. Um den Ring, der gut sichtbar, aber gleichzeitig alltagstauglich sein soll. Um den Ring, der auch noch in 50 Jahren gefallen soll...

Um sich nicht gleich zu Anfang in Details zu verlieren, sollte man bei der Suche nach seinen Traum-Trau-Ringen Schritt für Schritt vorgehen.

Auf dieser Seite nehme ich Euch ein wenig an die Hand, damit ihr Euch Schritt für Schritt Euren Traum-Trau-Ringen näher kommt.

 

Schritt 1 | Die Form

Rund oder eckig?

Der Tragekomfort des Ringes entscheidet sich an der Wahl des Profils. Außerdem spiegelt die Außenform des Ringes seinen Charakter wieder - und zeigt damit oft auch ein Stück des Charakters seines Trägers.

 

Hat man sich zwischen eckig oder rund entschieden, geht es weiter:

Soll der ring volumig oder eher flach sein, nur leicht bombiert oder richtig rund, nach außen oder nach innen gewölbt, ganz flach oder mit einem umlaufenden Band?

Am Besten ist es, man probiert verschiedene Ringe aus und fühlt...

 

Schritt 2 | Die Ringbreite

Jede Ringform gibt es in unterschiedlichen Breiten. Schließlich gibt es auch kleine und große Hände und jeder Ring sollte bequem zu tragen sein und zu seinem Träger passen.

 

Schritt 3 | Farbe und Material

Die meisten Menschen haben ihre Lieblingsfarben, so auch bei Edelmetallen. Intuitiv fühlen die meisten welche Metallfarbe gut zu ihrem Hautton, der Haarfarbe und ihrer Kleidung passt.

Im Goldbereich gibt es viel Auswahl, neben Gelbgold, Weißgold und Rotgold, gibt es auch noch Zwischentöne wie z.B. Roségold. Als schöner Kontrast zum Weißgold bietet sich auch das dunkle Palladium.

An dieser Stelle taucht oft die Frage nach dem Feingehalt auf - also was verbirgt sich hinter 585, 750 und 900 Gold?!
Diese Zahlen stehen für den Feingehalt des Goldes, also den Anteil Gold im Ring. Da Feingold sehr weich ist, wird es legiert. Das bedeutet, das je nach Farbe unterschiedliche Metalle dem Gold zugesetzt werden. Bei Gelbgold sind dies Silber und Kuper, bei Rotgold entsprechend mehr Kupfer im Verhältnis zu Silber, bei Weißgold wird neben Silber auch Palladium beilegiert.
Ein 750/- Gelbgold Ring hat von 1.000 Teilen 750 Teile Gold, die restlichen Teile sind Silber und Kupfer. Je höher die Zahl ist, desto höher der Goldgehalt.

Hier schließt sich meist die zweite Frage an: Welches Gold nehmen wir?
Hier rate ich immer zu 750/- Gold. Es hat einfach die schönste Farbe, entspricht dem Wert und der Besonderheit eines Traurings und ist im Gegensatz zur viel verbreitetetn Meinung nicht weicher als 585/- Gold.
Der Trauring ist weniger ein Schmuckring als ein Symbolring, der sich auch in der Wahl des Materials ausdrückt.

 

Schritt 4 | Die Oberfläche

Es ist erstaunlich wie unterschiedlich derselbe Ring mit einer unetrschiedlichen Oberfläche wirkt. Hochglanzpolierte Flächen verändern sich ständig und spiegeln ihre Umgebung darin. Matte Oberflächen betonen dagegen die Form des Rings.

So schwer manchmal die Wahl der Oberfläche fällt, so kurz ist meist auch ihre Haltbarkeit. Der Alltag hinterlässt auch Spuren auf den Ringen! Polierte Flächen bekommen ihre Kratzer, matte Flächen reiben sich blank... Natürlich kann man die Oberflächen immer wieder auffrischen lassen, aber erzählen die Tragespuren nicht auch Geschichten des Lebens?

 

Schritt 5 | Individualität